Aktiv im Nürnberger Land
Wo sieben Gipfel warten, Dünen überraschen und Wasser den Weg weist

Vor den Toren Nürnbergs liegt eine Landschaft, die sich nicht festlegen will: Mal ragen schroffe Dolomitfelsen über schmalen Tälern auf, mal breitet sich Sand aus, wo man ihn am wenigsten erwartet, mal zieht sich ein historischer Kanal durchs Grün, als hätte er sich einfach verlaufen. Über 2.000 Kilometer markierte Wanderwege und mehr als 1.000 Kilometer Radwege erschließen diese facettenreiche Region. Sie führen durch Wälder und Flusstäler, über aussichtsreiche Jurahochflächen, vorbei an Burgen, Höhlen und historischen Orten. Ob zu Fuß, auf dem Rad, am Felsen oder auf dem Wasser: Wer hier aktiv unterwegs ist, erlebt auf erstaunlich engem Raum immer wieder eine andere Landschaft.
Gipfelglück im Kleinen: die SevenSummits
Wer die SevenSummits besteigen möchte, muss weder nach Nepal noch nach Patagonien reisen. Im Nürnberger Land warten sieben ganz eigene Gipfel darauf, erklommen zu werden. Sieben Rundwanderwege führen zu den höchsten Erhebungen der Region, von Arzberg über die Houbirg bis zum Hohenstein. Keiner verlangt alpine Erfahrung oder wochenlange Vorbereitung, dafür besitzt jeder seinen eigenen Charakter.
Der Hochberg führt zur sogenannten „Akropolis der Kelten“, einer mehr als 2.500 Jahre alten Wallanlage. Auf der Houbirg treffen Wandernde auf eines der bedeutendsten keltischen Oppida Süddeutschlands. Die Tour zur Burg Hohenstein endet an einem der bekanntesten Wahrzeichen der Region, während die Windburg mit ihrer kurzen Strecke auch für Genusswandernde bestens geeignet ist. Von der entspannten Feierabendrunde bis zur anspruchsvollen Tagestour mit über 450 Höhenmetern ist alles dabei. Wer alle sieben Gipfel erwandert, sammelt deshalb nicht nur Höhenmeter, sondern entdeckt gleichzeitig die ganze landschaftliche und geschichtliche Vielfalt des Nürnberger Lands.
Foto: Thomas Geiger Foto: Thomas Geiger
Der Frankenalb Panoramaweg: Aussicht als ständiger Begleiter
Kaum ein Wanderweg zeigt die Frankenalb abwechslungsreicher als der Frankenalb Panoramaweg. Seit 2010 trägt er das Prädikat „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ und verbindet auf gut 60 Kilometern aussichtsreiche Höhenzüge mit Burgen und stillen Waldwegen.
Auf schattige Buchenwälder folgen weite Blicke über die Jurahochflächen, wenig später verschwindet der Weg zwischen mächtigen Jurafelsen. Burgruinen wie Lichtenegg, markante Felsformationen wie der Hohle Fels und das ehemalige Klosterdorf Engelthal setzen unterwegs immer wieder kulturgeschichtliche Akzente.

Der Fränkische Dünenweg: Eine kleine Wüste mitten in Franken
Dünen im Nürnberger Land? Das klingt zunächst abstrus. Wer aber annimmt, dafür brauche es Meer oder Wüste, der irrt. Während der letzten Eiszeiten türmten kräftige Winde hier mächtige Sanddünen auf, die heute zu den größten Binnendünen Bayerns gehören.
Der Fränkische Dünenweg führt auf rund 85 Kilometern durch diese außergewöhnliche Landschaft. Zwischen lichten Kiefernwäldern, Heideflächen und feinem Sand fühlt sich manche Passage eher nach Norddeutschland als nach Franken an. Die fünf Etappen lassen sich bequem einzeln erwandern oder zu einer mehrtägigen Tour kombinieren. Ein Wanderweg, der eindrucksvoll zeigt, wie verblüffend vielfältig die Landschaft des Nürnberger Lands sein kann.

Wandern mit Geschichte(n)
Nicht jeder Wanderweg nimmt sich bierernst. In Hersbruck führt der Kalorienweg auf einer gemütlichen Rundtour durch die Natur. Schon sein Name macht klar, worum es geht: Die unterwegs verbrannten Kalorien lassen sich anschließend ohne schlechtes Gewissen bei Schäufele, Bratwurst oder einem Stück Kuchen wieder auffüllen.
Wer Geschichte gerne Schritt für Schritt entdeckt, folgt dem Wallenstein-Rundweg bei Altdorf. Er führt unter anderem zur Löwengrube, wo Studenten der ehemaligen Universität Altdorf einst ausgelassen feierten und verbotene Duelle austrugen. Einer von ihnen war der junge Albrecht von Wallenstein, lange bevor er zu einem der berühmtesten Feldherren des Dreißigjährigen Krieges wurde.
Radfahren zwischen Flüssen, Felsen und Burgen
Auch auf zwei Rädern zeigt das Nürnberger Land immer wieder ein neues Gesicht. Gemütliche Flussradwege wechseln sich mit aussichtsreichen Höhenstrecken ab, historische Ortskerne mit schattigen Wäldern, Burgen mit Biergärten. Mal verläuft die Route steigungsarm entlang der Pegnitz oder des Ludwig-Donau-Main-Kanals, mal führen aussichtsreiche Touren hinauf auf die Jurahochflächen. Insgesamt stehen Radfahrenden mehr als 1.000 Kilometer ausgeschilderte Wege und 20 abwechslungsreiche Rundtouren zur Verfügung.
Schon die Namen machen neugierig: Kanal- und Goldkegel-Tour, Pegnitzterrassen-Tour, Im Schatten der Houbirg oder Felsentour um Velden versprechen weit mehr als reine Kilometerleistung. Hinter jeder Route steckt eine eigene Geschichte, und oft auch eine völlig andere Landschaft.
Der Fünf-Flüsse-Radweg: Entspannt von Fluss zu Fluss
Zu den bekanntesten Touren gehört der Fünf-Flüsse-Radweg, der auf rund 300 Kilometern den Flüssen Pegnitz, Vils, Naab, Donau und Altmühl sowie dem Ludwig-Donau-Main-Kanal folgt. Statt möglichst vieler Höhenmeter stehen hier Natur, Kulturgeschichte und fränkische Gastlichkeit im Mittelpunkt.
Die Strecke führt über ehemalige Treidelpfade, auf denen einst Pferde die Lastkähne auf dem Kanal zogen, vorbei an historischen Schleusen, durch kleine Städte und stille Flusslandschaften. Immer wieder wechseln sich offene Talräume mit bewaldeten Abschnitten und historischen Ortskernen ab. Weil der Rundweg überwiegend steigungsarm verläuft und an jedem Punkt begonnen werden kann, eignet er sich gleichermaßen für Familien, Genussradelnde und mehrtägige Touren.

Die Region mit allen Sinnen erfahren
Wer das Nürnberger Land nicht nur sehen, sondern mit allen Sinnen erleben möchte, findet auf dem Sinnesradweg die passende Tour. Auf rund 160 Kilometern verbindet er 14 Erlebnisstationen miteinander, die dazu einladen, die Landschaft bewusst wahrzunehmen. Mal geht es barfuß durch einen Dolomitkiefernwald, mal lädt ein Waldsofa dazu ein, einfach den Geräuschen des Waldes zu lauschen. An anderer Stelle stehen Riechen, Fühlen oder Schmecken im Mittelpunkt. So wird aus einer Radtour eine kleine Entdeckungsreise.

Für alle, die es sportlicher mögen
Auch ambitionierte Radfahrende kommen im Nürnberger Land auf ihre Kosten. Gravelbike-Strecken, anspruchsvolle Mountainbike-Touren und der Bikepark Osternohe bieten abwechslungsreiche Herausforderungen mit Schotter, Singletrails und Downhill-Strecken. Ein deutlicher Kontrast zu den entspannten Flussrouten, und ein weiterer Beleg dafür, wie vielseitig Outdoor-Aktivitäten im Nürnberger Land sein können.

Klettern, Paddeln, Abtauchen
Wandern und Radfahren sind längst nicht alles, was das Nürnberger Land für Aktive bereithält. Wer lieber senkrecht als waagrecht unterwegs ist, findet in der Frankenalb Kletterfelsen für jedes Niveau. Auf der Pegnitz wird aus einer Kanutour durch enge Kurven und wildromantische Flussauen schnell ein kleines Abenteuer. Und wer nach so viel Bewegung lieber abtaucht, findet in den Happurger Seen oder der Fackelmann Therme in Hersbruck die passende Abkühlung. Selbst Lama-Trekking, Bogenschießen oder eine Fahrt im Heißluftballon zeigen, wie vielfältig sich die Region auch abseits der klassischen Wander- und Radwege entdecken lässt.
Foto: Frank Boxler Foto: Frank Boxler Foto: Michael Schober
Jede Tour erzählt ihre eigene Geschichte
Vielleicht ist genau das die größte Stärke des Nürnberger Lands: Kaum scheint man zu wissen, wie die Landschaft aussieht, verändert sie sich schon wieder. Hinter dem nächsten Anstieg warten Dolomitfelsen statt Dünen, hinter der nächsten Kurve ein historischer Kanal statt eines Flusstals. Mal führt der Weg durch schattige Wälder, mal über aussichtsreiche Höhen, mal an Burgen, Höhlen oder kleinen Ortschaften vorbei, die zu einem spontanen Abstecher einladen. Wer hier zu Fuß, mit dem Rad, am Felsen oder auf dem Wasser unterwegs ist, sammelt deshalb nicht nur Kilometer, sondern vor allem Geschichten.
Weitere Informationen über Outdoor-Erlebnisse im Nürnberger Land gibt es unter https://urlaub.nuernberger-land.de/outdoor.
ÜBER DIE OUTDOOR- UND GENUSSREGION NÜRNBERGER LAND
Die Outdoor- und Genussregion Nürnberger Land, die 27 Gemeinden im bayerischen Mittelfranken umfasst, liegt nur 15 bis 30 Minuten Fahrtzeit von Nürnberg entfernt. Hier eröffnet sich Reisenden eine ganz eigene Welt, eine Welt aus sanften Hügeln und üppigem Grün, das unterbrochen wird von hoch aufragenden, stolzen Burgen und Schlössern, und traditionellen, aber nicht minder innovativen Brauereien und Gaststätten, die die ganze Region auf den Teller und ins Glas bringen. Durch die Region schlängeln sich mehr als 2.000 Kilometer markierte Wanderwege sowie über 1.000 Kilometer Radwegenetz. 20 Rundtouren führen dabei am Wasser entlang, durch kleine Städtchen und Sommerwiesen. Glückliche halten an einem der sogenannten Kunstautomaten und ergattern Werke regionaler Kunstschaffender. Es ist der Vierklang aus Aktiv, Natur, Kultur und Kulinarik, der das Nürnberger Land ausmacht.




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