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Pressemeldung: 180 Jahre Ludwig-Donau-Main-Kanal und das Nürnberger Land als lebendes Denkmal

Im Denkmaljahr steht alles im Zeichen von “Schau mal – Denk mal”!

Krefeld, 30. März 2026 – Burgen und Kanäle, von Hand geformte und natürliche Denkmäler, Veranstaltungen für kleine und große Entdecker und viel mehr: Das Nürnberger Land ruft das Denkmaljahr aus. Unter dem Motto “Schau mal – Denk mal” finden das ganze Jahr über spannende Ausstellungen und Hinter-den-Kulissen-Events statt, darunter Führungen durch historische Orte, Besichtigungen von markanten Gebäuden wie die Burg Hohenstein oder das “schönste Jugendzentrum Deutschlands”. Weitere Informationen zum bunten Reigen an Aktivitäten finden sich unter https://denkmal.nuernberger-land.de


Veranstaltungen im Nürnberger Land
Von links nach rechts (© Thomas Geiger): Lebendige Darstellungen bei den Eppelein-Festspielen, ein historisches Treidelschiff auf dem Weg durch die malerische Landschaft, und Besucher erkunden das mittelalterliche Badhaus in Pommelsbrunn.

Von Menschenhand geformt – vom längsten Baudenkmal Bayerns bis hin zum Keltischen Ringwall

1846 wurde er eingeweiht, der Ludwig-Donau-Main-Kanal, das längste Baudenkmal Bayerns und heute Teil des Fränkischen Dünenwegs. Auch wenn der Kanal mit der aufkommenden Eisenbahn an Stellenwert verloren hat, so ist er dennoch wichtiger Zeuge einer längst vergangenen Zeit und willkommener Ort für unzählige Aktivitäten am Wasser. Zum 180. Jubiläum des Kanals gibt es zahlreiche Aktionen, darunter einen Fotospaziergang sowie die Erkundung der Gewölbe der Trogbrücke, die den Kanal über die Schwarzachklamm führt. Ein besonderes Highlight ist eine Fahrt mit einem echten Treidelschiff aus der königlich-bayerischen Kanalschifffahrt: Das Schiff wird von Florian, einem Kaltblutpferd, gezogen. Die Fahrzeit beträgt ca. 45 Minuten. Während der Fahrt informiert das Schiffspersonal über die Geschichte des Kanals. Auch der Keltische Ringwall aus der Hallstattzeit (ca. 500 bis 330 v. Chr.) und eine der bedeutendsten vor- und frühgeschichtlichen Höhensiedlungen Deutschlands steht heute vor allem für Erholung und Entspannung, während das Industriemuseum Lauf, das selbst aus 14 denkmalgeschützten Gebäuden besteht, die Industriegeschichte der Region erzählt. All diese und viele weitere von Menschenhand geformte Denkmäler werden auf spielerisch-informative Art entdeckt, etwa bei spannenden Vorträgen zur Bodendenkmalpflege oder zur Geschichte der Energie von 1907 bis heute (“Alles unter Strom!”). Sehr besonders sind auch Afterwork-Spaziergänge zu Mühlen und Wehren oder über einen historischen Friedhof sowie Besuche des Badhausmuseums mit Blick auf Aufstieg und Niedergang der Badkultur. Hier werden stets Vergangenheit und Gegenwart gemeinsam beleuchtet.   


Natur als größter Schaffer – Höhlenmeditation und 100-jährige Eichen

Kinder lieben es, sie zu entdecken, und Erwachsene erforschen mit Freude: Die Höhlen des Nürnberger Lands. Sie sind nicht nur Naturdenkmäler, sondern vor allem auch wichtige Lebensräume für Fledermäuse – und erzählen Geschichten, jede für sich. Ganz besonders ist die Maximiliansgrotte: Der sogenannte Eisberg ist mit sechs Metern Höhe der größte Tropfstein Deutschlands. Hier finden immer wieder stimmungsvolle Mediationen statt, bei denen Raum und Zeit für einen Moment vergessen werden. Nicht minder eindrucksvoll sind die Eichen- und Obstanger der Hersbrucker Alb, auch als Hutanger bezeichnet. Hutanger standen über die Jahrzehnte der Dorfgemeinschaft zur Weide der Tiere zur Verfügung. Der Bund Naturschutz in Bayern e.V. (BN) - Ortsgruppe Hersbrucker Land - hat gemeinsam mit dem Bezirk Mittelfranken im Jahre 1984 das Projekt Hutanger gegründet, welches vom Naturschutzzentrum Wengleinpark betreut wird. Ziel des Projektes ist nicht nur die Erhaltung der Hutanger in der Hersbrucker Alb, sondern auch die Einleitung einer nachhaltig-naturgerechten Entwicklung, welche auf Dauer sowohl ökologisch als auch ökonomisch und sozial tragfähig ist. Bei der Wanderung “Landschaft erzählt Geschichte” können zahlreiche Objekte entdeckt werden, die von historischen Montanunternehmungen, mittelalterlicher Landschaftserschließung und dem bäuerlichen Leben vergangener Jahrhunderte berichten. Kreisheimatpfleger Robert Giersch nimmt Interessierte auf eine Wanderung durch diese eindrucksvolle Landschaft mit und zeigt, welche Geschichten Natur erzählt.


Alles auf Denkmal

Theater, Konzerte, Bühnenvorstellungen und Museen: Im Denkmaljahr wird das Nürnberger Land ein großer Erinnerungsraum, der sich in die Zukunft öffnet. Die Ausstellungen “Moment Mal – Denkmal!” des Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege (12. April bis 23. August 2026) und “Schau mal – denk mal!” von 12. April bis 18. Oktober 2026 zu Themen wie Denkmalschutz und Denkmälern im Nürnberger Land bieten einen Überblick. Dass Denkmäler im Nürnberger Land noch immer vitale Stätten sind, zeigen eindrucksvoll zahlreiche jährlich stattfindende Veranstaltungen, wie etwa die Eppelein-Festspiele in der Burg Thann im gleichnamigen Ort, oder aber im Dehnberger Hof Theater, das sich in einem über 100 Jahre alten Hopfengehöft befindet und in diesem Jahr 50. Geburtstag feiert. Auf dem Programm stehen hier jährlich zahlreiche Veranstaltungen, von Lesung über Musik bis hin zu Kinder- und Jugendtheater. Die Opernakademie im Pfinzingschloss lädt alle Interessierten ein, bei Gesangskursen ihre eigene Stimme zu entdecken. Abgerundet wird das Jahr mit Stadtführungen, Konzerten, Vorträgen und vielem mehr.


Auswahl einiger der schönsten Events im Jahreskreis*

April:

Moment mal – Denkmal! Wanderausstellung des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege

Schau mal – denk mal!: Denkmäler im Landkreis Nürnberger Land: Ausstellung

Wanderung durch den Thanngraben – ein Schauplatz des Dreißigjährigen Kriegs mit anschließendem Vortrag

Mai:

Die Repräsentationsräume der Burg Grünsberg: Führung mit Rotraut von Stromer-Baumbauer

Bauderscher Marmor – Zeugnisse in der Region: Exkursion mit Werner Gerstmeier

Die Kirche St. Veit in Altenthann: Führung

Juni:

Kirchweih rund um das Stadtmuseum Conradtyhaus: Museums-Kirchweih

Brücke des Ludwig-Donau-Main-Kanals über die Schwarzachschlucht: Führung mit Frank Endres

Planung und Entstehung von Kotzenhof in den 1950er-Jahren: Spaziergang mit Gespräch mit ehemaligen/jetzigen Bewohnern

Juli:

Salvatorfriedhof – Ein historischer Friedhof mit neuem Konzept: Afterwork-Rundgang mit Susanne Koch-Schächtele und Pfarrerin Lisa Nikol-Eryazici

Informationen zum Wallfahrtsort Affalterbach und dem Weiler Fröschau: Spaziergang

August:

Häuserbesuch mit erfahrenen Denkmalpflegern – fachgerechte Methoden der Denkmalpflege und Tipps zur Instandsetzung: Exkursion mit Robert Giersch und Team Führung mit Kreisheimatpfleger Robert Giersch durch die Sonderausstellung “Schau mal – denk mal!”

September:

Tag des offenen Denkmals: Führungen und Besichtigungen

Führungen Museum Schleifmühle Reichel und Glockengießerspital: Führungen mit dem Team Altstadtfreunde Lauf

Projekt Wiederaufbau Wittmannhaus – unvollendet: Sonderausstellung zum Denkmaljahr

Oktober:

Podiumsdiskussion: Denkmal – Lust oder Frust? Diskussion mit Dr. Sabine Weigand MdL, Denkmaleigentümerin sowie Fachleuten aus Architektur, Denkmalpflege und Politik

Die Goldene Straße - Kaiser Karl IV. Und die Verbindung Nürnberg-Prag: Buchvorstellung/Vortrag von Rainer Christoph Aufstieg und Niedergang der Badkultur

Ganzjährig

Zahlreiche Stadtführungen, Feste, Konzerte, Theater, Festspiele und mehr.


*einige Veranstaltungen finden zu mehreren Terminen statt, hier wird lediglich eine Auswahl angezeigt. Ein Überblick über alle Aktivitäten und Veranstaltungen findet sich hier.


Bildmaterial findet sich hier (© in der jeweiligen Bildbeschreibung).


ÜBER DIE OUTDOOR- UND GENUSSREGION NÜRNBERGER LAND


Die Outdoor- und Genussregion Nürnberger Land, die 27 Gemeinden im bayerischen Mittelfranken umfasst, liegt nur 15 bis 30 Minuten Fahrtzeit von Nürnberg entfernt. Hier eröffnet sich Reisenden eine ganz eigene Welt, eine Welt aus sanften Hügeln und üppigem Grün, das unterbrochen wird von hoch aufragenden, stolzen Burgen und Schlössern, und traditionellen, aber nicht minder innovativen Brauereien und Gaststätten, die die ganze Region auf den Teller und ins Glas bringen. Durch die Region schlängeln sich mehr als 2.000 Kilometer markierte Wanderwege, sowie über 1.000 Kilometer Radwegenetz. 19 Rundtouren führen dabei am Wasser entlang, durch kleine Städtchen und Sommerwiesen. Glückliche halten an einem der sogenannten Kunstautomaten und ergattern das Werk eines regionalen Künstlers. Es ist der Vierklang aus Aktiv, Natur, Kultur und Kulinarik, der das Nürnberger Land ausmacht.

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