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Eisbären und Naturschutz im Fokus

3. Sept.
4 Min. Lesezeit

Frontiers North Adventures und Polar Bears International feiern 25 Jahre Allianz


Polar Bears International House in Churchill - Credit: Madeline Grant
Polar Bears International House in Churchill - Credit: Madeline Grant

An der Küste der Hudson Bay, wo sich die subarktische Tundra bis zum Horizont erstreckt, hat sich Churchill längst den inoffiziellen Titel „Polar Bear Capital of the World“ verdient. Jeden Herbst sammeln sich hier die großen weißen Bären am Ufer und warten darauf, dass die Bucht zufriert, um zurück aufs Meereis zu gelangen und Robben zu jagen. Auch wenn sich die Tiere bereits im Sommer an Land beobachten lassen, gelten die Wochen vor dem Zufrieren der Hudson Bay als eigentliche Eisbärensaison. In dieser Zeit kommen besonders viele Reisende und Forschende nach Churchill. Vor dieser Kulisse ist über die Jahre eine stille Allianz gewachsen, die Forschung, Naturschutz und verantwortungsvolle Wildtier-Beobachtung vereint.


Credit: Abby Matheson via Frontiers North Adventures
Credit: Abby Matheson via Frontiers North Adventures

2026 ist ein besonderes Jubiläumsjahr: Frontiers North Adventures und Polar Bears International blicken auf 25 Jahre gemeinsamer Arbeit zurück. Seit 2001 ist der in Manitoba ansässige Reiseanbieter Platin-Sponsor von Polar Bears International, der weltweit einzigen Naturschutzorganisation, die sich ausschließlich dem Schutz von Eisbären und ihrem Lebensraum aus Meereis verschrieben hat. Ihre Wurzeln reichen noch weiter zurück: 1992 saß eine Gruppe leidenschaftlicher Fotografinnen und Fotografen gemeinsam auf einem Tundra Buggy® in Churchill. Was sie dort erlebten, beeindruckte sie so sehr, dass sie einen gemeinnützigen Verein gründeten, der zunächst Polar Bears Alive hieß. Aus dieser kleinen Initiative ist über die Jahrzehnte eine weltweit führende Organisation für den Schutz der Eisbären geworden – fest verwurzelt in genau jener Tundra, in der einst alles begann.


Frontiers North Adventures ist bereits noch länger Teil der Geschichte Churchills. Das 1987 gegründete, zu 100 Prozent kanadische und als B Corporation™ zertifizierte Familienunternehmen hat sich auf verantwortungsvolle Natur- und Wildtierreisenim kanadischen Norden spezialisiert. Herzstück der Touren sind die eigens entwickelten Tundra Buggies: geländegängige Fahrzeuge, die sich sicher durch den Lebensraum der Eisbären bewegen, ohne die Tiere zu stören. Die gesamte Flotte von zwölf Fahrzeugen wird derzeit auf Elektroantrieb umgerüstet, vier EV Tundra Buggies sind bereits im Einsatz. Das Programm von Frontiers North Adventures reicht von Eisbärenbeobachtungen im Herbst über Belugawale im Sommer bis zu den Nordlichtern in den Wintermonaten.


  • Credit: Travel Manitoba
  • Credit: Alex Cupeiro
  • Credit: Alex Cupeiro

In der Tundra sind Reisende mit den Eisbären selten allein. Während der gesamten Eisbärensaison werden die Gäste von Frontiers North Adventures von sogenannten „Field Ambassadors“ von Polar Bears International begleitet. Dies sind Feldforschende, Tierpflegende und Mitarbeitende akkreditierter zoologischer Einrichtungen, die an Bord der Tundra Buggies Wissen über die Biologie der Eisbären, aktuelle Forschungsprojekte und die Veränderungen in der Arktis vermitteln. Gemeinsam mit den Guides von Frontiers North Adventures machen sie aus der Beobachtung der Tiere zugleich ein besonderes Lernerlebnis: Gäste erfahren unmittelbar vor Ort, wie eng das Leben der Eisbären mit dem Meereis, dem Klima und der Koexistenz von Mensch und Tier verbunden ist.

  

  • Credit: Jessica Burtnick
  • Credit: Alex Cupeiro

Im Zentrum der Partnerschaft steht der EV Tundra Buggy One, den Frontiers North Adventures exklusiv gemeinsam mit und für Polar Bears International entwickelt hat. Das Fahrzeug dient als Forschungsplattform und mobiles Sendestudio zugleich. Von hier aus werden jeden Herbst die Livecams auf explore.org betrieben, über die die Eisbären bei Churchill von Menschen aus der ganzen Welt beobachtet werden können. Tundra Buggy One ist außerdem das Studio hinter Tundra Connections® – Live-Webcasts, die Feldforschende mit Schulklassen und einem weltweiten Publikum verbinden. Allein im Jahr 2023 erreichte das Programm mehr als 430.000 Menschen.

 

EV Tundra Buggy One - Credit: Abby Matheson
EV Tundra Buggy One - Credit: Abby Matheson

Eine Reise an der Seite der Forschung

Wer noch tiefer in die Welt der Eisbärenforschung eintauchen möchte, erhält bei der Reise Conservation Journey®: Polar Bearsvon Frontiers North Adventures einen besonders unmittelbaren Einblick in die gemeinsame Arbeit der beiden Partner.


Auf der siebentägigen Reise von Winnipeg nach Churchill sind die Gäste gemeinsam mit einem führenden Wissenschaftler oder einer führenden Wissenschaftlerin von Polar Bears International unterwegs. Die Reise verbindet einige der Orte, an denen Forschung und Eisbärenschutz unmittelbar erlebbar werden: das Polar Bears International House in Churchill, die Tundra Buggy Lodge, wo die Gäste inmitten des Lebensraums wilder Eisbären in der offenen Tundra übernachten, und das Leatherdale International Polar Bear Conservation Centre im Assiniboine Park Zoo in Winnipeg. Dort geht es unter anderem um Eisbärenbiologie, Genetik und das Zusammenleben von Mensch und Bär. Mit jedem Gast der Reise geht zudem ein Teil der Erlöse direkt an Polar Bears International und unterstützt die laufende Naturschutzarbeit.


  • Tundra Buggy Lodge - Credit: Neil Mumby
  • Tundra Buggy Lodge - Credit: Frontiers North Adventures
  • Polar Bears International House in Churchill - Credit: Travel Manitoba
  • Polar Bears International House in Churchill - Credit: Colby Spence
  • Polar Bears International House in Churchill - Credit: Madeline Grant
  • Leatherdale International Polar Bear Conservation Centre Winnipeg - Credit: Alex Cupeiro

Die wissenschaftliche Arbeit von Polar Bears International reicht weit über die Hudson Bay hinaus. Populationsstudien, die Erforschung von Wurfhöhlen, Genetik und Koexistenz von Mensch und Bär sowie die Einbindung indigenen Wissens gehören ebenso zum Aufgabenbereich der Organisation.


25 Jahre sind eine lange Zeit für jede Allianz, und auch im hohen Norden verändert sich in einem Vierteljahrhundert viel. Was mit einer Handvoll Fotografinnen und Fotografen auf einem Tundra Buggy begann, ist heute ein Beispiel dafür, wie verantwortungsvolle Natur- und Wildtierreisen und wissenschaftliche Forschung Hand in Hand gehen können. Für Reisende wird die Begegnung mit einem Eisbären an der Küste der Hudson Bay damit Teil einer größeren Geschichte - einer Geschichte, die weit über die Eisbärensaison hinausreicht und untrennbar mit der Zukunft des arktischen Meereises verbunden ist.

 

Weitere Informationen über Churchill, Frontiers North Adventures und Polar Bears International gibt es unter www.travelmanitoba.com, www.frontiersnorth.com und www.polarbearsinternational.org/what-we-do/sponsors-partners-programs/corporate-sponsorship/frontiers-north-adventures.

 

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