10 ikonische Fotomotive in den Northwest Territories
- Karin Schreiber

- vor 5 Tagen
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Von glitzernden Eisstraßen im tiefsten Winter bis zu goldschimmernden Gipfeln im Nahanni National Park Reserve – die Northwest Territories sind ein Fest für die Sinne und eine Spielwiese für ambitionierte Fotografen. Jede Region erzählt ihre eigene Geschichte: von gewaltigen Gletscherflüssen über kulturelle indigene Wahrzeichen bis hin zu den tanzenden Polarlichtern am arktischen Nachthimmel. Wer seine ganz persönliche Fotogalerie des Nordens zusammenstellen möchte, findet hier zehn Motive in den NWT, die auf keiner Speicherkarte fehlen sollten.
Spaziergang auf dem Wasser: Die Ice Roads des Nordens
Wenn Seen und Flüsse meterdick zufrieren, entstehen im Winter Verkehrswege der besonderen Art. Die legendären Ice Roads tragen Fahrzeuge über gefrorene Wasserflächen und eröffnen zugleich spektakuläre Fotomotive. Besonders eindrucksvoll ist die rund 6,4 Kilometer lange Dettah Ice Road bei Yellowknife oder der weitläufige Eis-Highway zwischen Aklavik und Inuvik in der Western Arctic.
Tipp für Fotografen: Ganz nah herangehen! Die Kamera dicht über der Oberfläche positionieren, um die klaren Strukturen und eingeschlossenen Luftblasen im Eis sichtbar zu machen. Und natürlich vorab aktuelle Sicherheitsinformationen einholen.

Den Moment einfrieren: Eiskalte Fotomagie
Sinken die Temperaturen unter –30 °C, verwandelt sich der Norden in ein kreatives Experimentierfeld. Heißes Wasser gefriert in Sekundenbruchteilen zu einer glitzernden Fontäne, Nudeln erstarren im Wurf zu skurrilen Skulpturen.Ideal für kurze Social Media Clips, die unter #SpectacularNWT auf Instagram geteilt werden können. Allerdings ist Eile geboten, denn die Finger werden schneller kalt, als man denkt!

Houseboat Bay in Yellowknife
Vom Bush Pilot’s Monument eröffnet sich ein weiter Blick auf die farbenfrohen Hausboote in der Bucht des Great Slave Lake. Im Winter ruhen sie eingefroren im Eis, im Sommer spiegeln sie sich im Licht der Mitternachtssonne. Wer näher heran möchte, mietet Kanu, Kajak oder SUP und erkundet diese ungewöhnliche Nachbarschaft vom Wasser aus.

Auge in Auge mit dem Bison
Wer in der South oder North Slave Region auf dem Highway 3 oder im Wood Buffalo National Park unterwegs ist, hat gute Chancen, einem der mächtigen Waldbisons zu begegnen. Die zotteligen Giganten wirken archaisch und würdevoll zugleich – perfekte Protagonisten vor der Weite der nordischen Landschaft. Wichtig bleibt dabei stets der Respekt: Fotografiert wird aus sicherer Distanz aus dem Fahrzeug heraus.

Am Ende der Straße: Das Arctic Ocean Sign in Tuktoyaktuk
Ein Roadtrip für die Bucket List: Der Inuvik–Tuktoyaktuk Highway ist die einzige öffentliche Straße Nordamerikas, die bis an den Arktischen Ozean führt. Die Reise endet am ikonischen Schild, wo das Land auf das Meer trifft.
Fotomoment: Ein perfekter „Ich habe es geschafft!“-Augenblick – ideal zum Teilen unter #SpectacularNWT.

Hoch hinaus: Das riesige Tipi von Fort Simpson
An der Ehdaa National Historic Site ragt ein rund 15 Meter hohes Tipi aus massiven Gelbzedernstämmen in den Himmel. Errichtet zu Ehren des Besuchs von Papst Johannes Paul II. im Jahr 1987 und initiiert von Ältesten der Łı́ı́dlı̨ı̨ Kų́ę́ First Nation, ist es heute ein starkes kulturelles Symbol. Seine klare Form und die offene Weite drumherum ergeben ein ausdrucksstarkes Bild.

Giganten aus Granit: Cirque of the Unclimbables
Tief in der Dehcho Region ragen im Nahanni National Park Reserve schroffe Granitnadeln aus sanften alpinen Wiesen empor – eine Wildnis, die sich ausschließlich aus der Luft erschließt. Der Cirque of the Unclimbables zählt zu den ersten UNESCO-Welterbestätten und ist mit Gipfeln wie dem legendären Lotus Flower Tower ein Sehnsuchtsort für Kletterer und Fotografen gleichermaßen.
Ein Rundflug ab Fort Simpson eröffnet dramatische Perspektiven auf den Cirque, die tosenden Virginia Falls und den South Nahanni River. Wer in Fairy Meadow campt, erlebt in den Abendstunden, wie sich ein warmes Leuchten über die Felswände legt – ein wahrhaft magischer Moment.

Pingos der Western Arctic: Hügel aus Eis
Außerhalb der Gemeinde Tuktoyaktuk begegnet man einem seltenen arktischen Naturphänomen: Pingos. Diese eisgefüllten Hügel entstehen über Jahrhunderte hinweg durch den Druck des Permafrosts und erheben sich markant aus der weiten Tundra. Der bekannteste unter ihnen, der Ibyuk Pingo, ist mit rund 70 Metern Höhe der zweitgrößte seiner Art weltweit – ein beeindruckender Gigant aus Eis und Erde.
Diese außergewöhnliche Landschaft steht als Pingo Canadian Landmark unter Schutz und zählt zu einer kleinen Gruppe ausgewiesener National Landmarks in Kanada, die dem Erhalt einzigartiger geologischer Formationen dienen.
Wer tiefer in die Bedeutung dieses besonderen Ortes eintauchen möchte, schließt sich am besten einer lokal geführten Tour unter indigener Leitung an. Dabei eröffnen sich nicht nur faszinierende Einblicke in die Landschaft, sondern auch traditionelle Geschichten und Perspektiven, die diese gefrorenen Hügel lebendig werden lassen. Anbieter in Tuktoyaktuk führen ganzjährig durch dieses eindrucksvolle Terrain.
Profi-Tipp: Etwa drei Kilometer außerhalb von Tuktoyaktuk befindet sich ein Aussichtspunkt am Straßenrand – das sogenannte „Pingo Pullout“. Von hier aus bietet sich ein besonders schöner Blick auf die fast surreal wirkenden Hügel der Tundra.

Treibholz-Kunst: Die Log Bridge von Norman Wells
In der Sahtu Region begeistert eine rustikale, rund zehn Meter lange Brücke aus massiven Treibholzstämmen, die vom inzwischen verstorbenen Baumeister Rick Muyres erschaffen wurde. Besonders wenn Raureif die mächtigen Hölzer säumt oder frischer Schnee die Konturen weichzeichnet, wird die Konstruktion zu einem beinahe surrealen Fotomotiv.
Wer schon einmal vor Ort ist, sollte die Gelegenheit nutzen und einen Rundflug über die schroffen Mackenzie Mountains sowie den historischen Canol Trail buchen. Ob am Boden oder aus der Luft – diese abgelegene Gemeinde erweist sich als echter Geheimtipp für weite Landschaftspanoramen und charakterstarke Augenblicke.

Aurora Borealis: Tanz am Himmel des Nordens
Kein Motiv fängt den Spirit der Northwest Territories so eindrucksvoll ein wie die Aurora Borealis. Dank klarer, trockener Luft und weiter Horizonte zeigen sich die Nordlichter hier besonders intensiv – von Ende August bis Ende September sowie von Mitte November bis Anfang April. In diesen Monaten verwandelt sich der dunkle Sternenhimmel über dem Norden in eine Bühne aus flirrendem Licht. Leuchtendes Grün, vibrierendes Violett und zartes Pink ziehen in schimmernden Schleiern über die Nacht – ein Naturschauspiel, das jede Kulisse in den Schatten stellt.
Wer das perfekte Foto einfangen möchte, schließt sich am besten einer geführten Aurora-Tour an. Erfahrene Guides verraten nicht nur die besten Beobachtungsplätze, sondern auch die optimalen Kameraeinstellungen und Techniken für den magischen Shot.

Ob wilde arktische Landschaften, kraftvolle kulturelle Wahrzeichen oder dieses einmalige Lichterspiel am Himmel – die Northwest Territories schenken unvergessliche Fotomomente. Jede Region erzählt ihre eigene Geschichte, und am eindrucksvollsten lässt sie sich dort einfangen, wo man selbst im Schnee steht oder den Blick über die Tundra schweifen lässt. Also Kamera einpacken, Kurs Richtung Norden setzen und Schritt für Schritt die persönliche Traumgalerie voller #SpectacularNWT-Motive wachsen lassen.
Von spektakulären Canyons und frei umherziehenden Bisons über leuchtende Himmelsschauspiele bis hin zu bewegenden Momenten indigener Kultur – die Northwest Territories sind ein wahres Paradies für Fotografen. Wir haben ein paar hilfreiche Insider-Tipps, wie sich die Nordlichter perfekt in Szene setzen lassen.
Bereit für die Reiseplanung? Weitere Informationen zu den Northwest Territories unter www.spectacularnwt.de.



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