• Karin Schreiber

Magische Orte in Weiß: Winterwandern in Saskatchewan

Aktualisiert: Nov 13


Winterwandern im Prince Albert National Park - Credit: Tourism Saskatchewan & Keith Starks

Entgegen so mancher Vermutung ist der Winter eine der schönsten Jahreszeiten für ein Outdoor-Abenteuer in Saskatchewan. Die vielen Wander-, Rad- und Schneeschuhpfade der Provinz eignen sich perfekt für eine Wanderung in der verschneiten Landschaft, während von der Nutzung präparierter Langlaufloipen abgeraten wird. Eine eventuelle Sorge vor der Kälte ist dabei relativ unbegründet, denn im Wald bieten die Nadelbäume einen natürlichen Schutz vor dem Wind. Wer zudem adäquat mit leichten Schichten aus Wolle, Seide oder synthetischen Materialien gekleidet ist, kann sich auf schwankende Körpertemperaturen einstellen und kühlt beim Wandern nicht aus.


Auch zur Beobachtung von Wildtieren eignet sich der Winter ganz ausgezeichnet. Viele Tiere sind vor dem Hintergrund einer weißen Schneelandschaft deutlich besser zu erkennen als im Sommer und den Vögeln fehlt das Laub der Bäume zur Tarnung. Wer den von Huf- und Pfotenabdrücken gespickten Pfaden folgt, hat auch im Winter gute Aussichten, Bisons, Elche, Füchse oder Kaninchen zu entdecken. Vielleicht erhascht man ja sogar einen Blick auf eine Schnee-Eule oder einen Fichtenspecht? Auch Fischotter sind im Winter unter der gefrorenen Eisschicht im Wasser aktiv, da sie durch Bruchstellen im Eis atmen können. Kleiner Winter-Bonus: Lästige Sommer-Begleiter wie Zecken, Moskitos und Bremsen sind in der kalten Jahreszeit glücklicherweise nirgends zu finden.

Wer Saskatchewan bei einer Winterwanderung erkundet, darf sich vielerorts auf magische Orte in Weiß und einzigartige Entdeckungen in der Natur freuen:

1. Cypress Hills Interprovincial Park


Im äußersten Südwesten Saskatchewans liegt die malerische Hügelregion der Cypress Hills, die sich auf fast 1.500 Höhenmeter auftürmt und damit die höchste Landerhebung zwischen den Rocky Mountains und Labrador ist. Die pittoreske Landschaft ist von majestätischen Kiefern und Fichten, idyllischen Seen und sanften Flussläufen geprägt. Der Winter ist in den Cypress Hills besonders aufregend, wenn sich der Schnee in die üppigen Wälder schmiegt. Durch die Höhenlage der hügeligen Landschaft gibt es hier mehr Niederschlag als an anderen Orten, was im Winter jede Menge Spaß beim Langlaufen, Schneeschuhwandern, Schlittenfahren und bei der Tierbeobachtung bedeutet. Der Provinzpark ist Heimat von Elchen, Hirschen und Pumas sowie seltenen Vogelarten, wie dem Buschland-Schnäppertyrann, der nirgendwo sonst in der Provinz nistet.

2. Echo Valley Provincial Park


Eine Stunde von der Provinzhauptstadt Regina entfernt bieten die Wanderwege des Echo Valley Provincial Parks landschaftlich reizvolle Ausblicke auf Schluchten, Wiesen und die Bergrücken des Qu'Appelle Valleys. Ein neu angelegter Skating-Trail und geführte Schneeschuhwanderungen versprechen hier großes Winterabenteuer. Der Provinzpark ist auch bei Vogelbeobachtern sehr beliebt, da das Gebiet über 200 Vogelarten beheimatet.

3. Wascana Valley Trails im Qu’Appelle Valley


Nur 30 Autominuten nördlich von Regina liegen die Spazierwege des Wascana Valley. Die Gegend begeistert mit einer bogenförmigen Brücke über den Wascana Creek, großartigen Rodelhügeln und atemberaubenden Ausblicken auf das Qu’Appelle Valley. Tipp: Ziehen Sie sich an windigen Tagen unbedingt angemessen an. Die Bäume sind hier kleiner als andernorts und das Gebiet damit exponierter dem Wind ausgesetzt.

4. Buffalo Pound Provincial Park


Auch der Buffalo Pound Provincial Park liegt im Qu’Appelle Valley, rund 25 Minuten nordöstlich von Moose Jaw. Er ist der perfekte Winterspielplatz zum Wandern, Rad- und Skifahren. Die zahlreichen Wanderwege bieten fantastische Ausblicke auf das malerische Tal, den Buffalo Pound Lake, die geschützten Feuchtwiesen von Nicolle Flats sowie auf Nicolle Homestead, die Überreste eines historischen Gehöfts. Sie schlängeln sich dabei durch bewaldete Täler und entlang von Bäumen gesäumter Seen, Bäche und Flüsse - magische Orte, an denen sich die Schönheit des Winters wunderbar genießen lässt.

5. Prince Albert National Park


Der Prince Albert National Park ist das Tor zum wilden und waldigen Norden Saskatchewans. Hier, am südlichen Zipfel des größten Waldgebietes Kanadas, finden wir ein Mosaik aus Wäldern, Tundramoos und Seen, das den borealen Nadelwald ausmacht und an Schönheit kaum zu übertreffen ist. Der Park beheimatet majestätische Wildtiere wie Bisons, Schwarzbären, Elche, Weißwedelhirsche, Wölfe, Füchse und sogar Pumas. Besonders der 6,4 Kilometer lange Kingsmere Lake Walk eignet sich für eine Wanderung im Winter. Er ist der erste Abschnitt des großen Grey Owl Trails, der auf 20 Kilometern Länge zur berühmten Hütte des englischstämmigen Trappers Archie Belaney führt. Dieser gab sich in den 1930er Jahren als Halbblut-Indianer aus und wurde unter dem Namen „Grey Owl“ bekannt.

6. Maymont Conservation Area im Glenburn Regional Park


Die Maymont Conservation Area liegt am Südufer des North Saskatchewan River gegenüber des Glenburn Regional Parks und ist Teil der Ökoregion Aspen Parkland, in der die Hochgras-Prärie in den borealen Wald übergeht. Die Aussichten auf Tierbeobachtungen stehen hier ausgezeichnet! Mit etwas Glück ergattert der winterliche Wanderer einen Blick auf einen Rotfuchs oder einen Virginia-Uhu. Die Wanderpfade führen durch alte Pappel-Haine und heimische Graslandschaften.

7. Narrow Hills Provincial Park


Im Narrow Hills Provincial Park im nördlichen Saskatchewan lässt es sich auf einem ausgedehnten Wegenetz wunderbar in die raue Schönheit der hügeligen und waldigen Winterlandschaft mit ihren vielen Seen eintauchen. Beim Wandern ergeben sich spektakuläre Ausblicke auf den borealen Wald und die Seengruppe der Gem Lakes, die zu einer der schönsten Landschaften Saskatchewans zählt. In einem kleinen Museum erfährt man darüber hinaus mehr über das Leben eines Park Rangers in den 1930er Jahren.

Egal, wohin die Winterwanderung führt, ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit und Vorsicht ist dabei ein Muss. Nicht jeder Weg ist präpariert, so dass es im Schnee auch mal Stolperfallen geben kann. Auch an den zugefrorenen Seen und Flüssen ist Vorsicht geboten. Das Eis kann dünner sein, als es scheint – insbesondere zum Ausklang des Winters, wenn die Temperaturen langsam steigen. Wer diese Ratschläge beherzigt, wird von Saskatchewans magischer Winterwelt begeistert sein!

Weitere Informationen über Saskatchewan gibt es unter www.tourismsaskatchewan.com.