• Karin Schreiber

Festival Highlights der South Slave Region


Slave River Paddlefest - Credit: Charles Blyth

Epische Strandpartys oder kosmische Entdeckungen? Paddel-Abenteuer oder coole Musik, die zu durchtanzten Nächten einlädt? Die Gemeinden in der South Slave Region – also südlich des Großen Sklavensees – holen einfach immer das Beste aus ihrem Sommer heraus! Die Menschen treffen sich, feiern und baden in dem, was ihr Zuhause so besonders macht. Und das Schönste daran? Sie freuen sich darauf, den Spaß mit ihren Gästen aus aller Welt zu teilen!


Ganz Hay River ist während des alljährlichen Hay Days Festivals Anfang Juli mit Leinwand und Segeltuch übersät. Das fünftägige Kreativ-Fest bietet neben Kunst-Workshops lokaler Künstler das beliebte Wett-Zeichnen „Art Attack“ im Herzen der Innenstadt. Die Luft ist Tag und Nacht von Musik erfüllt, wenn heimische und angereiste Bands auf Bühnen in der ganzen Stadt aufspielen – von der „Legion“, einer Veranstaltungsstätte der Royal Canadian Legion, bis zu den Freiluftbühnen in der Innenstadt und der historischen Altstadt. Die Hay Days finden samstags mit einer ganztägigen Beachparty und dem berühmten Saturday Night Shaker ihren Höhepunkt. Bei köstlichem Essen und gekühlten Getränken wird bis weit nach Sonnenuntergang getanzt … und das kann spät werden, denn die Sonne geht in den Northwest Territories im Juli fast gar nicht unter!


Anfang August heißt es dann in Fort Smith vier Tage lang: Vorsicht, Welle! Rauf aufs aufblasbare pinke Einhorn und ab geht die Fahrt! Mal schauen, wer das Bocken und Treten des niedlichen Fabeltieres während eines Kajak-Rodeos im Wildwasser meistern kann! Hier heißt es, den inneren Ritter zu wecken, um im Stand-Up-Paddling-Turnier zu bestehen. So gut wie alles ist möglich beim Slave River Paddlefest, solange der Spaß im Wasser garantiert ist. „People doing silly things in little boats“ lautet die Devise! Das Wasser ist warm und die Wellen perfekt, wenn sich Einheimische und Besucher, erfahrene Paddler und echte Greenhorns, Erwachsene und Kinder mit ihren Wasserfahrzeugen durch die Stromschnellen des Slave River stürzen. Ob Kajak, Floß oder Kanu oder auch mal ein aufblasbares Pool-Spielzeug, für jede Disziplin und jedes Können gibt es Wettbewerbe und -rennen. Und mal ganz ehrlich – wer träumt nicht davon, an einem heißen Sommertag auf einem pinken Einhorn über die wilden Stromschnellen des Slave River zu rauschen?

Jedes Jahr im August verdoppelt oder –dreifacht sich die Größe des kleinen Städtchens Enterprise während des alljährlichen Gateway Jamboree. Ein Wochenende lang pulsiert der Ort bei Live-Musik, gutem Essen und jeder Menge Spaß. Wenn die Band am Freitag Abend im Biergarten aufspielt, geht der Takt der Musik in Fleisch und Blut über und jede eventuelle Feier-Blockade löst sich in null Komma nichts in Luft auf. Am Samstag lockt ein Tag voller Aktivitäten für die ganze Familie mit Kinderschminken, Kunsthandwerksmarkt und manchmal sogar Schreibwettbewerben für ambitionierte Nachwuchsschriftsteller. Sonntags klingt das Fest dann mit einem gemeinschaftlichen Brunch inklusive Bingo aus. Für Reisende, die aus dem Süden kommen, ist Enterprise eine der ersten Stationen in den Northwest Territories. Wer zur richtigen Zeit vor Ort ist, sollte unbedingt beim Gateway Jamboree vorbeischauen, um herauszufinden, warum die Einheimischen ihr Zuhause den "Begrüßungs-Handschlag für den Norden" nennen.


Ende August kehrt in den Northwest Territories die Dunkelheit zurück und Sternengucker und aufstrebende Raketenforscher zieht es in Heerscharen nach Fort Smith und in den Wood Buffalo National Park, um den Kosmos zu erforschen. Kanadas größter Nationalpark gilt als das größte Dark Sky Preserve der Welt – ein Schutzgebiet ohne die geringste Spur von künstlichem Licht, das der Erhaltung der nächtlichen Dunkelheit und somit dem Schutz von Flora und Fauna dient. Beim viertägigen Thebacha and Wood Buffalo Dark Sky Festival können Weltraumliebhaber ihre Lieblingsplaneten oder –sterne mithilfe von Profi-Teleskopen der örtlichen astronomischen Gesellschaft erspähen. Neulinge unter den Sternenguckern bekommen vor Ort natürlich Unterstützung beim Erkennen der Sternen-Konstellationen. Aber das Fest ist nicht nur auf Nachteulen beschränkt! Auch tagsüber gibt es reichlich zu erleben! Das Festival ist vollgepackt mit spannenden Aktivitäten für Jung und Alt, von Naturwanderungen und Raketenbau-Workshops (samt -starts!) über Seminare zum Fotografieren am Nachthimmel bis hin zu Vorträgen erfahrener Gastredner. Der Himmel ist grenzenlos beim Thebacha and Wood Buffalo Dark Sky Festival!


Weitere Informationen über die Northwest Territories gibt es unter www.spectacularnwt.de.