• Karin Schreiber

Ein Nationalpark für jeden Geschmack in den Northwest Territories


Nahanni National Park Reserve - Credit: Destination Canada

Gleich sechs großartige Nationalparks liegen in Kanadas wunderbaren Northwest Territories. Hier fließen glasklare Flüsse, Gipfel ragen in den Himmel, Wasserfälle stürzen in die Tiefe und es gibt wilde Tiere in Hülle und Fülle - Moschusochsen, Karibus, Grizzlies oder Bisons, um nur einige von ihnen zu nennen. Einige der Parks, wie beispielsweise der sagenumwobene Nahanni, sind echte Legenden und stehen auf der Bucket-Liste eines jeden Abenteurers, der etwas auf sich hält. Andere sind unbesungene Juwele und zählen zu den unberührtesten Orten unseres Planeten. Doch ganz gleich, ob man im Wood Buffalo National Park darauf warten, dass die Bisonherde den Weg zum eigenen Auto freigibt, oder ob man im Nááts'ihch'oh einen noch namenlosen und unbestiegenen Gipfel erklimmt, in den Nationalparks der Northwest Territories wird man die Erde in ihrer perfekten Form erleben: herrlich, wild und grenzenlos frei.

Unser kleines Einmaleins der Nationalparks der Northwest Territories kann bei der Auswahl des richtigen Parks behilflich sein:



Aulavik National Park


Geeignet für:

Flachwasserpaddler, die die Wildnis der Arktis mit ihrer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt mögen.


Besonderes Wahrzeichen:

Der Thomsen River, die nördlichste schiffbare Wasserstraße der Welt.


Charakteristisches Tier:

Moschusochse – von ihm gibt es hier abertausende.


Typisches Erlebnis:

Sich durch das polare Paradies treiben lassen.


Beste Jahreszeit:

Wer kein Iglu bauen kann, sollte im Sommer kommen.


Schwierigkeitsgrad:

Mittel. Das Paddeln ist zwar ein Kinderspiel, aber eventuell benötigte Hilfe ist ziemlich weit entfernt.


Ausgangspunkt:

Inuvik. Von hier kann man ein Flugzeug in den Park chartern.



Nahanni National Park Reserve


Geeignet für:

Fans von Ausflügen im Wasserflugzeug und Ausblicke auf unberührte Wildnis.


Besonderes Wahrzeichen:

Die Virginia Falls, ihres Zeichens die Königin unter den Wasserfällen Kanadas.


Charakteristisches Tier:

Bergschaf – stets auf flinkem Fuß durch die steinige Landschaft unterwegs.


Typisches Erlebnis:

Besteigung des Gipfels Sunblood Peak, Fahrt entlang der Figure of 8 Rapids oder ein wärmendes Bad in den Kraus Hotsprings.


Beste Jahreszeit:

Sommer.


Schwierigkeitsgrad:

Hoch für Kanuten. Leicht für Tagesausflügler im Wasserflugzeug zu den Virginia Falls.


Ausgangspunkt:

Fort Simpson. Von hier kann man ein Flugzeug in den Park chartern.



Naats'ihch'oh National Park Reserve


Geeignet für:

Kenner, die wissen, dass dieser Park überhaupt existiert. Er ist noch recht neu und ein absolut verstecktes Juwel.


Besonderes Wahrzeichen:

Sein namensgebender Gipfel, der stattliche Berg Naats'ihch'oh.


Charakteristisches Tier:

Grizzly, Bergziege und andere alpine Tiere.


Typisches Erlebnis:

Paddeln auf dem Oberlauf des Nahanni oder dem Natla/Keele River. Alpines Wandern auf unberührten Pfaden.


Beste Jahreszeit:

Sommer.


Schwierigkeitsgrad:

Hoch. Der "Rock Garden" am Oberlauf des Nahanni bedeutet 50 Kilometer Wildwasserstrecke.


Ausgangspunkt:

Fort Simpson oder Norman Wells mit einem gecharterten Wasserflugzeug.



Tuktut Nogait National Park


Geeignet für:

Freunde von Einsamkeit, Karibus und endloser Tundra.


Besonderes Wahrzeichen:

La Roncière Falls am Hornaday River.


Charakteristisches Tier:

Karibu. Der Park ist Heimat der 68.000-köpfigen Bluenose-West-Karibu-Herde, die hier ihre Jungen zur Welt bringt.


Typisches Erlebnis:

Sich auf dem Hornaday treiben lassen. Ein geführter Besuch des Parks mit lokalen Guides aus Paulatuk.


Beste Jahreszeit:

Sommer, wenn süße Karibu-Babys im Überfluss vorhanden sind!


Schwierigkeitsgrad:

Hoch. Man ist hier völlig isoliert und auf sich alleine gestellt. Ein gewisses Überlebenstalent ist daher erforderlich.


Ausgangspunkt:

Inuvik. Von hier kann man ein Flugzeug in den Park chartern.



Wood Buffalo National Park


Geeignet für:

Fans von Roadtrips per Auto oder Camper, Ornithologen oder Wildwasser-Kajakfahrer von Weltklasse.


Besonderes Wahrzeichen:

Ein Salzwasserfluss, ein Schlangen-"Hibernaculum" und der größte Biberdamm der Welt.


Charakteristisches Tier:

Bison. Mit etwas Glück begegnet man hier auch dem größten und seltensten Vogel der Welt, dem Schreikranich.


Typisches Erlebnis:

Barfuß über die glitzernden Salzebenen laufen (und, wer sich traut, das Salz auch mal probieren).


Beste Jahreszeit:

Ganzjährig.


Schwierigkeitsgrad:

Leicht.


Ausgangspunkt:

Fort Smith.



Thaidene Nëné National Park


Geeignet für:

Angler, Segler, Kajakfahrer oder Motorboot-Liebhaber.


Besonderes Wahrzeichen:

Die schroffen, sich aufbäumenden Küstenklippen der Pethei-Halbinsel.


Charakteristisches Tier:

Riesige Forellen.


Typisches Erlebnis:

Diese Forellen fangen, ein Bierchen zischen und dabei ein leckeres Shore-Lunch am Ufer braten.


Beste Jahreszeit:

Sommer für Angler und Bootsfahrer. Winter zur Beobachtung der Polarlichter.


Schwierigkeitsgrad:

Hoch, wenn man als Kajakfahrer oder Segler alleine unterwegs ist. Leichter, wenn man an einem geführten Sportangel-Ausflug teilnimmt.


Ausgangspunkt:

Yellowknife (hier kann man ein Flugzeug zum Park chartern) oder Luselk'e (hier starten die Bootstouren zum Park).



Weitere Informationen über die Northwest Territories gibt es unter www.spectacularnwt.de.

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