• Karin Schreiber

48 Stunden in Saskatoon


Saskatoon - Credit: Tourism Saskatchewan & Chris Hendrickson Photography

Saskatoon hat viele Namen: „Stadt der Brücken“, „Paris der Prärie“ oder auch „Toon Town“, benannt nach der in Nordamerika bekannten virtuellen Stadt der Disney Zeichentrickfiguren. Aber ganz egal, welchen Namen man wählt, Saskatoon gehört in jedem Fall ganz weit oben auf jede Reise-Bucketlist – und das zu jeder Jahreszeit! Ihre idyllische Lage am South Saskatchewan River, ihre wunderbaren kulinarischen Überraschungen und ihre erstklassigen Sehenswürdigkeiten sind Grund genug, der schönen Präriestadt einen Besuch abzustatten!



1.Tag:


Willkommen in Saskatoon, der größten Stadt Saskatchewans! Etwa 300.000 Menschen sind in der Metropolregion zu Hause. Lassen Sie den Zauber Saskatoons zunächst bei einem Spaziergang entlang der schönen Uferpromenaden des South Saskatchewan River oder durch die Straßen der Stadt auf sich wirken. Voll historischem Charme stecken beispielsweise die Straßenzüge von Broadway und Riversdale. Bei einem gemütlichen Streifzug durch diese hippen Viertel kann man eine große Vielfalt an Spezialitätenläden und kulinarischen Geschmacksrichtungen entdecken. Wer sich wie ein echter „Local“ fühlen möchte, sollte diesen beiden Stadtteilen unbedingt einen Besuch abstatten!


Kunstbegeisterte kommen in der neuen Remai Modern Art Gallery of Saskatchewan voll auf ihre Kosten. Die Kunstgalerie steht in exponierter Lage am Ufer des South Saskatchewan River und gilt als das innovativste Museum für zeitgenössische Kunst in Nordamerika. Es beherbergt u.a. die mehr als 7.700 Exponate der im Jahr 2015 geschlossenen Mendel Art Gallery sowie die weltweit umfangreichste Sammlung von Linolschnitten und Keramikobjekten des großen Pablo Picasso.


Gegen Abend lockt eine Ausflugsfahrt mit dem Flussschiff Prairie Lily, die einen einzigartigen Blick auf die malerische Stadt-Silhouette Saskatoons bietet. Allein in der Innenstadt führen sieben Brücken über den South Saskatchewan River, der sich idyllisch durch die Stadt schlängelt. Kein Wunder, dass Saskatoon für viele die schönste Stadt der Prärie ist!

Zurück an Land steht einem Abendessen im Odd Couple nichts mehr im Wege, das mit asiatischer Fusionsküche aufwartet. In der Mikrobrauerei 9 Mile Legacy direkt gegenüber kann der Tag im Anschluss gemütlich ausklingen.



2.Tag:


Beginnen Sie den Tag mit einem Besuch des Saskatoon Farmers‘ Market, auf dem es lokal und authentisch zugeht. Die Marktbeschicker betreiben ihre Geschäfte nach dem Motto „Make it – bake it – grow it – sell it“. Alle Produkte stammen aus eigenem Anbau und eigener Hand. Der Markt ist ganzjährig geöffnet und steht für ausgezeichnete Qualität sowie lokal hergestellte Agrarprodukte, Backwaren, Gerichte und Kunsthandwerk.


Vor den Toren Saskatoons liegt mit dem Wanuskewin Heritage Park schließlich ein weiteres Highlight! Das faszinierende Informationszentrum entführt in die Welt der Ureinwohner, die sich an dieser Stelle seit über 6.000 Jahren versammelt haben. Durch Vorführungen und Ausstellungen indigener Kunst, Mitmach-Programme und Tipi Camps erfahren Besucher hier vieles über die Geschichte und den Lebensrhythmus der nördlichen Prärie-Indianer. Nach einem ausgiebigen Lunch im Wanuskewin Restaurant mit indigenen Spezialitäten – schon mal Bannock oder Bison-Burger probiert? – sollte man sich die Tanzdarbietungen nicht entgehen lassen, die im Sommer täglich um 14.00 Uhr stattfinden. Zahlreiche Spazierwege auf dem riesigen Areal des Parks führen im Anschluss zu Medizinrädern, Tipi Ringen und einer Bison-Jagdrampe.


Zurück in der Stadt, wartet am Abend ein echtes kulinarisches Highlight. Ihren Tisch im preisgekrönten Ayden Kitchen and Bar, das vom Air Canada enRoute Magazin bereits mit dem People’s Choice Award ausgezeichnet wurde, sollten Sie unbedingt vorreservieren. Mit viel Liebe und Leidenschaft kreieren die Küchenchefs hier global inspirierte und aus lokalen Zutaten zubereitete Wohlfühl-Gerichte. Deftige Wurstplatten und ausgefallene Fleischgerichte stehen hier ebenso auf der Speisekarte wie Kreationen aus Fisch oder Pasta und traditionelle Perogies. Die gemütliche und einladende Einrichtung aus dunklem Holz und antiken Kuriositäten, die einzigartigen, selbstkreierten Cocktails sowie die ausgezeichnete Weinkarte tun ihr Übriges, um Seele und Gaumen zu erfreuen.



3.Tag:


Haben Sie Lust, etwas Prärie-Geschichte zu schnuppern? Dann sollten Sie heute dem Western Development Museum einen Besuch abstatten. Hier wurde eine komplette Westernstadt aus dem Jahr 1920 nachgebaut. Besucher erhalten authentische Einblicke in das Leben der frühen Siedler.


Gestalten Sie den restlichen Tag in Saskatoon und Umgebung ganz nach Ihrem Geschmack:

Für viele ist ein Besuch Saskatoons nicht komplett, ohne einmal die leckeren Beeren zu probieren, nach denen die Stadt benannt wurde. Einer der besten Orte, den Beerenschmaus zu erleben, ist Berry Barn. Hier kann man durch die Obstgärten schlendern, ein Stück des sagenumwobenen Saskatoon Berry Pies genießen und eine Vielfalt an Produkten aus Saskatoon Berries erwerben.


Alternativ könnte aber auch die Boutique Distillery Black Fox Spirits vor den Toren Saskatoons auf Ihrer Agenda stehen. Unterschiedlichste Arten hochwertiger Schnäpse werden hier aus mit viel Herzblut angebauten lokalen Obstsorten gebrannt. Der hochmoderne Destillierapparat wurde eigens aus Süddeutschland importiert und liefert eine perfekte Kulisse für Besichtigungen und Verköstigungen. Ausgefallene Kreationen wie Honig-Ginger-Likör stehen dabei genauso auf dem Programm wie Wodka oder Gin.


Wer sich lieber bewegen möchte, darf sich im Meewasin Valley auf Outdoor-Aktivitäten unterschiedlicher Art freuen – sowohl an Land als auch zu Wasser. Das Wegenetz des Meewasin Trails zieht sich auf 64 Kilometern entlang des östlichen und westlichen Ufers des South Saskatchewan Rivers und wurde im Jahr 2012 zu einem der zehn besten Wanderwege in Kanada ausgezeichnet.